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Vaskuläre Folgeerkrankungen bei
Diabetes mellitus sind ein wichtiges Gesundheitsproblem,
da nach Einführung des Insulins in die Therapie
die Lebenserwartung der Diabetiker zunahm und sich die
Morbidität und in der Folge auch die hauptsächlichen
Todesursachen vom Coma diabeticum zu den Gefäßerkrankungen
hin verschoben (s. Abb. 1). Betroffen sind vor allem
die Koronar-, Gehirn- und Extremitätenarterien
jeweils mit großer Koinzidenz. Gut drei Viertel
aller Diabetiker sterben heute an ihren vaskulären
Folgeerkrankungen; davon ca. 53% kardial, 12% zerebrovaskulär
und ca. 9% renal. Nicht minder bedeutsam ist die Makroangiopathie
der Extremitäten wegen ihrer Häufung von Gangrän
und Amputationen. Generell spielt die Erkrankung der
kleinen bis großen Arterien, die sogenannte diabetische
Makroangiopathie die Hauptrolle. Die Gefäßerkrankung
des Diabetikers ist jedoch auch wesentlich durch das
mehr oder weniger ausgeprägte gleichzeitige Auftreten
der diabetischen Mikroangiopathie an Niere, Auge, Haut,
Skelettmuskel, Herzmuskel und Vasa vasorum sowie der
diabetischen Neuropathie geprägt.
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